In meiner Praxis nutze ich den Trier Therapie Navigator (TTN), dessen Entwicklung ich 2009 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Trier mit angestoßen hatte. Mittlerweile ist dieser stark professionalisiert und im Rahmen eines DFG-Projekts weiterentwickelt und evaluiert worden.

Der TTN dient dazu, mir vor Beginn der Therapie einen Überblick über Ihre Belastung in verschiedenen Bereichen und geeignete Behandlungsstrategien zu verschaffen. Dazu füllen Patienten und Therapeut möglichst früh online Fragebögen aus. Im Hintergrund werden die Daten mit der weltweit größten Datenbank von Psychotherapieverläufen abgeglichen.

Es werden die 30 Fälle im Datensatz ausgewählt, die dem Patienten am ähnlichst sind (Nearest Neighbors Modellierung). Mir wird angezeigt, welche grundlegende Strategie am erfolgversprechendsten ist. Außerdem wird ermittelt, mit welchem Verlauf zu rechnen ist.

Im Laufe der Behandlung füllen Patienten zu Beginn jeder Sitzung einen ganz kurzen Fragebogen aus, der mir Rückmeldung darüber gibt, ob wir uns im Rahmen der zu erwartenden Verbesserung befinden oder nicht. In größeren Abständen werden etwas umfangreichere Fragebogenpakete ausgefüllt, die mir ggf. Hinweise darauf bieten, welche Strategien zur Verbesserung Ihrer Behandlung hilfreich sein könnten. Was wir jedoch immer gemeinschaftlich besprechen und Lösungen suchen werden.

 

In der internationalen Psychotherapieforschung hat sich gezeigt, dass mit systematischem Feedback über den Behandlungsfortschritt an den Therapeuten die Misserfolgsquote bei Psychotherapien um die Hälfte reduziert werden kann.

Da die Daten auf Servern der Uni Trier hinterlegt und ausgewertet werden, werden keinerlei Daten gespeichert, die Rückschlüsse auf Ihre Person zulassen. Sie erhalten zu Beginn per Zufallsgenerator einen Patientencode und ein Zugangspasswort. Dieses schicke ich Ihnen mitsamt eines QR-Codes (ein klassischer Link kommt zusätzlich) als pdf per E-Mail zu. Dass Passwort können Sie ändern, auf den Nutzernamen habe ich keinen Einfluss.

Aus lizenzrechtlichen und Datenschutzgründen werden Sie weitere Fragebögen (Anamnese, störungsspezifische Diagnostik) erhalten.